Logo der Serie Glee

Infografik

Wie viele Lieder singen die Figuren aus glee?

Infografik animierte Infografik

Konzept

Idee

Glee ist eine erfolgreiche Serie aus dem amerikanischen Fernsehen, die ich seit über vier Jahren auf Fox Television verfolge. Mit ihr haben das Musical und tanzende Schülermassen, die singend den High-School-Alltag unterbrechen, das private Wohnzimmer erobert.

Pro Folge werden zwei bis alle Musikeinlagen als Single veröffentlicht und an den zahlenden Fan gebracht (mittlerweile über 36 Millionen Titel). Manche Lieder schaffen es nicht in die Folge, aber gegen Bares auf den MP3-Player. Und zu guter Letzt gibt es noch Alben mit gesammelten Liedern pro Staffel, Serienspezial oder Tributeshow. Eine wahre Gelddruckmaschine.

Und die Fans wollen hauptsächlich von ihrem Serienliebling eine Gesangseinlage hören, mit Du-wap-du-wap im Hintergrundchor geben sie sich nicht zufrieden und jaulen regelmäßig in Blogs und Foren, dass Sängerin A wieder zu häufig zu hören war und Person B lange kein Solo mehr hatte.

Ziel

Aus Glee habe ich mir vier Figuren ausgesucht: Rachel und Finn, die beiden Hauptdarsteller und Kurt sowie Mercedes, zwei beliebte Charaktere mit verschiedenen Musikvorlieben.

Das Ziel ist eine direkte Gegenüberstellung in der geprüft werden kann, ob das Genörgel der Fans Bestand hat. Singt Mercedes tatsächlich seltener als Rachel? Hat Kurt mehr oder weniger Soli als Finn? Und wer singt im Verlauf der Staffeln häufiger?

In meiner Infografik können sich die Fans dumm und dusselig vergleichen. Einen Sieger wird es wohl dennoch nicht geben.

Diagrammtyp

In meiner Infografik verbinde ich zwei Bildstatistiken.

Zum einen das Kästchendiagramm, bei dem jedes Kästchen ein Lied darstellt (das in einer quadratischen CD-Hülle steckt). Graue Kästchen sind Musikstücke ohne Beteiligung des Schauspielers und farbige Kästchen stellen entweder ein Duett, ein Solo oder ein Solo in einem Gruppenlied dar. Damit der Betrachter nicht zählen muss, steht die korrekte Anzahl in passender Farbe links.

Eine Summe der Lieder, die ein Charakter pro Staffel singt, anzuzeigen, ist hingegen nicht sinnvoll. Nehmen wir z.B. Finn und Mercedes in Staffel 2. Beide singen je 28 Lieder, doch Mercedes hat 2 Soli mehr und Finn 2 Gruppenlieder. Klar, dass Mercedes-Fans zufriedener sind, obwohl additiv kein Unterschied besteht.

Das gestapelte Balkendiagramm ist die zweite Bildstatistik. Es veranschaulicht in prozentualen Teilmengen den Anteil der Lieder. Diese Vergleichsart habe ich eingefügt, damit auch innerhalb der Staffeln Beziehungen hergestellt werden. Ein Solo in einer Staffel mit nur 123 Liedern ist rechnerisch schließlich mehr wert, als eines bei 139. (Zu diesen Berechnungen besitze ich mehrere Scribbles auf deren Einbau ich jedoch verzichtet habe.)

Gestaltung

Farbe

Bei der Farbgestaltung habe ich darauf geachtet, dass diese die zahlenreiche Tabelle zusätzlich gliedert. So entstehen vier Farbsäulen, die das Auge führen. Ich habe mich bei den Farbtönen aus dem Buntstiftkasten eines Kindes bedient: Rot, Blau, Grün und Gelb. Simpel, klar und voneinander zu unterscheiden.

Unterstützt wird das bunte Treiben durch ein neutrales Grau, bei dem die Schwierigkeit darin lag, Helligkeiten zu wählen, die sich voneinander unterschieden und auch auf hellen Monitoren zu sehen sind. Zu dunkle Töne lenken stark vom farbigen Hauptinhalt ab.

Anordnung

Die Gliederung stellte mich höchstens vor das Problem der Überfrachtung. Wie positioniere ich die vielen grafischen Elemente und Zahlen, damit sie dem Betrachter eine Quelle der Information und nicht Frustration sind. Daher habe ich einige Angaben nur links stehen und verwende rechts Abkürzungen.

Die vier Serienfiguren reizen die Breite der Darstellung voll aus. Hätte ich alle, sagen wir 20, Schauspieler integrieren wollen, dann hätte ich X- und Y-Achse vertauscht, damit die Breite vierspaltig bleibt.

Metapherauswahl

Da weitere Elemente ablenken, habe ich es bei der Auswahl der Bilder bei den Fotos der Glee-Charaktere belassen. Fans der Serie brauchen selbstverständlich kein Bild zum Namen der Figur, aber bildlos ist die Infografik trocken und langweilig. Die lachenden Gesichter transportieren positive Gefühle.

Ich habe mich bei der Masse an Pressefotos für Frontalaufnahmen entschieden, die beim Betrachten Sympathie und Neugier wecken. Die Hintergründe sind farblich auf die Gestaltung der Diagramme abgestimmt.

Animation/Technik

Auf eine schlichte und einmalig ablaufende Bewegung ist die Entscheidung bei der Animation gefallen. Sie erklärt dem Betrachter die Zusammensetzung der Grafik und eine Möglichkeit sie zu lesen, ohne dass dieser sogleich mit dem Detailreichtum konfrontiert wird.

Wie auch bei der Zwischenprüfung entstand das Gif mit Photoshop.

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