Werden wir Deutschen immer dicker?

"Mehr als die Hälfte der Männer und mehr als ein Drittel der Frauen in Deutschland sind übergewichtig. Fast jeder Dritte leidet an Fettleibigkeit und mindestens jeder sechste Erwachsene hat starkes Übergewicht."

Vorraussetzung Infografiken: Wie wird BMI ermittelt?


Den im Folgenden erstellten Infografiken liegt die Einteilung in
Gewichtsklassen nach dem BodyMassIndex zu Grunde.

Zur Ermittlung des BMIs gibt es folgende Formel:
(Körpergewicht (kg)/Quadrat der Körpergröße).

Die Staffelung sieht folgendermaßen aus (kg/m²): BMI-Klassen

BMI-Klassen im Vergleich (Deutschland - 2009/2010)

Geogr. Gewichtsverteilung (Deutschland - 2009/2010)

Adipositasanteil (Deutsche Bevölkerung - 1999-2010)

Adipositasanteil in Deutschland

Adipositas in Deutschland
Die Zahl der stark
Fettleibigen ist in der Zeit
von 1999 - 2010 um mehr
als 4 % gestiegen. Daraus resultiert, dass es immer mehr krankhaft überge-
wichtige Menschen mit einem BMI > 30 gibt. Erschreckend ist, dass
die Anzahl der normal-
gewichtigen Bevölkerung um 3% abgenommen
hat. Die Zahl der Übergewichtigen ist allerdings etwa gleich geblieben.


Das Konzept zur Single Page.



Leitgedanke & Inspiration

Nach langem Überlegen und Recherchieren im Internet bin ich zu dem Entschluss gekommen das Thema Übergewicht in Deutschland zu wählen. Bestimmt habe ich dieses Gebiet auch gewählt, da ich selbst übergewichtig bin. Mit einem Thema, welches mich tagtäglich umgibt, kann ich mich selber gut identifizieren.

Mich interessiert dabei besonders, ob folgende These stimmt: "Die deutschen werden immer dicker!". Um dies herauszufinden, musste ich die von der GDE zur Verfügung gestellten Daten auswerten. Um die Unterschiede zwischen den Jahren oder den Geschlechtern und den verschiedenen BMI-Gruppen zu sehen, galt es die Statistiken in einer ansprechenden Infografik zu präsentieren.

Die Single Page soll dem Leser das Thema von Infografik zu Infografik näher bringen. Erst bleibt es etwas allgemeiner, es werden aber beide Geschlechter angesprochen. Dann werden die Leser je nach Bundesland angesprochen. Es soll Spaß machen sein eigenese Bundesland rauszusuchen und die Verteilung der Unter- Normal- und Übergewichtigen Bevölkerung zu begutachten. Erst wo grundlegende Fragen wie "Die Ermittlung des BMIs", "In welcher Gewichtsklasse bewege ich mich?" und in "In welcher Gewichtsklasse bewegen sich die Menschen um mich herum?" geklärt sind, wird dargestellt, dass das Gewicht in den Jahren steigend ist. Man wird also langsam an dieses Thema herangeführt.

Das Ziel dieser Single Page ist den Betrachter über die verschiedenen Gewichtsgruppen zu informieren und Unterschiede darzustellen. Außerdem war es mir wichtig dem Leser zu zeigen, wie die Verteilung der Gewichtsklassen in Deutschland aussieht, auch in Bezug auf den Unterschied zwischen Mann und Frau. In der dritten Infografik wird deutlich, dass die Zahl der stark übergewichtigen Deutschen wirklich stetig steigend ist. Die oben genannte Annahme ist damit also bestätigt, auch wenn die Übergewichtigen etwa gleichbleibend sind.


Die ersten Einfälle sind oft die besten.


BMI-Klassen im Vergleich nach Geschlecht

Die Grundidee war es den Unterschied der Gewichte zwischen Mann und Frau darzustellen. Als erstes habe ich mir überlegt, wie man Mann und Frau am besten symbolisch darstellen kann und bin dabei auf die altbelkannten Zeichen für Mann und Frau gestoßen.

Als ich diese fertig hatte, fiel mir auf das der innere Kreis sich geradezu für ein Kreisdiagramm eignet. Im Zuge dessen habe ich noch ausprobiert, ob auch andere Diagrammtypen (siehe unten . z.B. Säulen- oder Balkendiagramm) passend wären. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass die Zeichen mit einem Kreisdiagramm am bestem harmonieren und das auch die Daten nicht passend für ein Säulendiagramm sind.


Geografische Gewichtsverteilung

Um verschiedene BMI-Gruppen nach Regionen darzustellen, bedarf es einer thematischen Karte. Mir blieb hier also nur die eine Möglichkeit. Die Idee kam mir, weil es viele Karten über die Gewichtsverteilung in Europa oder der Welt im Internet zu finden waren. Warum nicht auch eine Karte nur über Übergwicht Deutschland? Diese Infografik soll einen guten Überblick über die Gewichtsverteilung nach Regionen geben. Auch die BMI-Gruppen Normal- und Untergewicht sind mit integriert, um einen Komplettüberblick zu schaffen.

Man kann durch farben kennzeichnen, wo mehr oder weniger Menschen mit Übergewicht, Untergewicht oder Normalgewicht leben (die hellste Farbe steht beim Normalgewicht immer für den geringsten Prozentsatz der Bevölkerung mit diesem Gewicht Bei Übergewicht und Untergewicht ist dies genau umgekehrt).
Scribble - Karte


Adipositasanteil in Deutschland

Haben Sie sich mal gefragt wodurch die meisten Menschen wirklich dick werden? Wohl nicht durch Obst, Gemüse und frisch gekochte Speisen von Hause. Fastfood und Süßigkeiten regieren unseren Ernährungsalltag. Aus diesem Grund habe ich mich für eine Infografik entschieden, welche Statistiken über und Gründe für das Übergewicht vereinen.

Hierbei ist zu erwähnen, dass der Burger gewählt wurde, um einen Unterschied zu den anderen Daten zu erzeugen. Die anderen Jahreszahlen (durch die Pommes gekennzeichnet) sind nämlich immer nur auf ein Jahr bezogen und der Burger auf den Schnitt von 2009-2010.
Scribble - Karte

Daten optimal darstellen

BMI-Klassen im Vergleich nach Geschlecht

Scribble - Säulendiagramm Bei dieser Infografik sollten Daten von Mann und Frau miteinander verglichen werden. Gegeben war insgesamt jeweils (für Männer und Frauen) 100% eingeteilt in die Gruppen Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht und Adipositas. Da wir eine Gesamtheit von 100% haben ist das Kreisdiagramm der naheliegendste Diagrammtyp. Man könnte auch ein gestapeltes Balkendiagramm, welches dann auf der y-Skala bis 100% geht verwenden. Da ich aber nur zwei Statisken miteinander vergleichen wollte, ist das Kreisdiagramm anschaulicher und übersichtlicher.


Geografische Gewichtsverteilung

Eine Karte kann die Verteilung von verschiedenen Bevölkerungsgruppen in einem geografischen Raum am besten darstellen. Bei dieser Infografik sind genau diese Faktoren gefordert. Es kam für mich kein Referenzdiagramm
in Frage.

Adipositasanteil in Deutschland

Scribble - Säulen Für diese Infografik musste ich mir erstmal bewusst werden, welche Werte gegeben sind und wie ich diese am besten darstelle. Da es mehrere Zeitpunkte gibt und dazu passende Prozentzahlen, entschied ich mich für ein Säulendiagramm (siehe Skizze).








Scribble - Liniendiagramm Auch ein Liniendiagramm (siehe Skizze) wäre denkbar. Da ich die genauen Zwischenwerte aber nicht habe und deshalb die Punkte nicht verbinden will, ist das Säulendiagramm anschaulicher. Da dieses aber mir dieses aber mit einfachen Säulen zu langweilig erschien, entschied ich mich die Säulen als Pommes darzustellen. So entstand die Infografik "Adipositas in Deutschland".


Die weite Welt der Farben

Für die Hintergründe habe ich eine Monochromfarbgebung (Abstufungen der Blautöne) in Blau verwendet und diese farblich aufeinander abgestimmt. Sie sollen den Betrachter nicht vom Thema ablenken, aber ausgewogen wirken. Die Farbe blau ist die Farbe des Himmels und des Wassers. Sie wirkt beruhigend, man kann sich also entspannt dem Thema widmen. Um Spannung zu erzeugen, habe ich als Hintergrund der Überschriften ein dunkles Türkisblau verwendet. Der Leser weiß dann: "Ah, achtung ein neues Thema beginnt!".

Als Texhintergrund habe ich allerdings ein sehr helles Gelb verwendet, um einen Kontrast zum Blau zu bieten. Gelbabstufungen (beige) wurden ebenfals im Maßband und hinter der ersten Infografik verwendet. Diese Farbe wirkt anregend und belebend und fördert die Konzentration.

Für den Text wurden zweierlei Grautöne verwendet, welche gut zu dem hellbeigen Hintergrund passen. Bewusst wählte ich kein schwarz, da dieses hart auf hellen Untergründen wirkt.

In den Infografiken selber vewendete ich pastelligere Farben als im Hintergrund. Die Grafiken habe ich alle in 2D gehalten, es gibt also keine Schatten, Strukturen und auch keinen Schein.


Gestaltung und Anordnung

Die gesamte Single Page wird von einem gestrichelten Rahmen umgeben. Dadurch wirkt diese in sich stimmig und geschlossen. In den Infografiken selber habe ich möglichst wenig Inhalt verwendet, damit man die Daten auf den ersten Blick erfassen kann. Auch der Abstand zwischen Text und Bild wurde bewusst großzügig gewählt, damit die Seite nicht gedrungen wirkt.

Für Überschriften habe ich die Schriftart Damion, eine verschnörkelete Schrift mit Serifen verwendet. Diese lockert das Gesamtbild auf und ermöglicht dem Leser beim Überfliegen die Überschriften zu finden.
Für den Fließtext habe ich Verdana, eine serifenlose Schrift verwendet. Die Schriftart Verdana hat breite Buchstaben und einen lesefreundlichen Abstand zwischen den Buchstaben. Serifenlose Schriften eignen sich besser für das Lesen am Monitor (Desktop Publishing). Ein hier ausreichend gewählter Zeilenabstand erleichtert dem Betrachter das lesen. Die Zeilenlänge wurde auf maximal 500px begrenzt, so ist die nächste Zeile leichter zu finden. Auch für die Unterüberschriften habe ich Verdana gewählt und diese auf ein türkises Bändchen gesetzt. Durch diese (Unter-)Überschriften wird eine Aufteilung der Seite geschaffen.

Die Breite der Seite habe ich auf 620px festgelegt, damit auch Blogger meine Infografiken einbauen können. Ich habe versucht die Infografiken für das Web optimiert im Querformat und im goldenen Schnitt anzulegen.

BMI-Klassen im Vergleich nach Geschlecht
In der ersten Infografik habe ich das Gesetz der Gleichheit verwendet. In dem Fall gleiche Farben um verschiedene Gruppen zu vereinen und auf einen Blick zu kennzeichnen was zusammen gehört. Auch das Gesetz der Geschlossenheit findet hier Anwendung: Die Grafik liegen zusammen auf einem Hintergrund und brechen nicht aus. Nach dem Motto weniger ist mehr, habe ich nur die wichtigsten Informationen für den Leser bereitgestellt. Das Kreisdiagramm habe ich in den richtigen Verhältnissen (ausgehend von 100%) zueinander aufgebaut.

Geografische Gewichtsverteilung
Diese Infografik habe ich bewusst im goldenen Schnitt erstellt. Damit wirkt sie ausgeglichen und natürlich. Die geografischen Grenzen der Bundenländer wurden von mir eingehalten und die Maßstäbe zueinander habe ich beachtet.

Adipositasanteil Deutschland
Auch in dieser Infografik wurden nur die wichtigsten Informationen aufgegriffen. Die Infografiken hat nur vier Säulen und bewegt sich damit im Rahmen der Regeln für die Anzahl der Säulen im Diagramm. Das Gesetz der Gleichheit spiegelt sich in den Pommes wieder. Für jede Säule wurde eine Pommes verwendet. Die Beschriftung der Achsen macht keine Sprünge und ist gradlinig.


Mit Bildern sprechen

Eine Infografik wirkt durch unterstützende Bilder interessant. Die visuelle Metapher muss zum Thema passend sein. Durch passende Grafiken und erklärende Texte wird die Infografik aufgelockert.

Für meine Single Page habe ich als erstes ein Maßband genommen. Das Maßband misst Umfänge von Taille, Hüfte, Po etc. und wer auf seine Figur achtet, hat wahrscheinlich auch ein Maßband zu Hause.

Als nächstes kommt die Waage ins Spiel. Sie zeigt unterstützend die BMI-Bereiche von Untergewicht bis Adipositas an. Auch die Waage spielt eine große Rolle für diejenigen, die Gewicht verlieren oder halten wollen, daher finde ich diese Grafik sehr passen.

Für die erste Infografik verwende ich unterstützend Symbole für Mann und Frau. Hierdurch wird noch deutlicher, dass ein Unterschied dargestellt werden soll.

Pommes und Burger wurden als visuelle Unterstützung eingesetzt, da diese beiden Lebensmittel sehr fettreich und daher in großen Mengen auch ungesund sind. Je mehr Burger und Pommes man isst, desto dicker wird man. Wobei wir beim Thema Adipositas wären. Burger und Pommes sollen hier symbolisch für alle Dickmacher stehen.


Die Lebendigkeit der Infografik

Animation weckt Interesse beim Betrachter und kann Zusammenhänge präziser darstellen. Für die Animation in dieser Single Page habe ich zum einen jQuery genutzt, um die Karten beim Klicken zu ändern. Dies ist eine interaktive Animation, da der User durch Klick entscheiden kann, wann die Animation anfängt. In der jQuery-Funktion wird beschrieben, was bei einem Klick geschehen soll. In diesem Fall sollen die Bilder mit einem Fade (langsames Verblassen) gewechselt werden. No Return heißt, das bei Klick nicht dem Link gefolgt werden soll, sondern der Aktion.

Die Gif-Animation von Photoshop habe ich verwendet, um das Kreisdiagramm nacheinander einblenden zu lassen, die Säulen(Pommes) in der dritten Infografik nach oben schieben zu lassen, die Zahlen einzublenden und um die Flagge zu animieren. Es gibt eine Folge an Animationen, die nacheinander abgespielt wird und in einer Endlosschleife immer wieder von vorne beginnt. Hierbei werden in Photoshop Frames gebildet, denen man jeweils eine Zeit zuweisen kann. Jedem Frame kann man zusätzlich ein anderes Bild geben (im ersten Frame sitzt die Pommes ein Stück weiter unten als im zweiten Frame). So entsteht hier die Animation.


Quellenangaben


www.gbe-bund.de - BMI Gesamtbevölkerung
www.gbe-bund.de - BMI nach Bundesländern
www.rki.de
www.adipositas-gesellschaft.de